Schierlhof

Koordinaten:

Schierlhof ist ein Ortsteil der niederbayerischen Gemeinde Oberschneiding. Zum Einzelhof gehört ein mittelgroßer Landwirtschaftsbetrieb, der zwischen der Bundesstraße 20 und dem Ort Oberschneiding im fruchtbaren Gäuboden liegt. Er besteht aus etwa 50 Hektar Land- und Forstwirtschaftsflächen.

Der Schierlhof befindet sich am südlichen Rand des Gäubodens, etwa 700 Meter vom Zentrum Oberschneidings entfernt. Die Lage in den Ausläufern der Donauebene und die damit verbundene Bodengüte sicherten ein erfolgreiches Fortbestehen des Bauernhofes.

Eine Besonderheit des Hofes ist die alleinige Lage in Nähe zu einem relativ großen landwirtschaftlich geprägten Dorf. Diese Nähe und trotzdem alleinige Stellung zeigt sich auch in der Verwaltungsgeschichte: der Schierlhof gehörte zur Gemeinde Niederschneiding, obwohl er sich deutlich näher an Oberschneiding befindet (Entfernung zu Niederschneiding etwa 1,5 km Luftlinie).

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde der Schierlhof im Jahr 1200 (Monumenta Boica Register 22 Seite 41 im Kloster Niederalteich). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits das adelige Geschlecht der Schieringer, wovon auch der heutige Name des Hofes abgeleitet werden kann, im Großraum Oberschneiding sesshaft gemacht und dieses Anwesen gegründet. Den weiteren Verlauf der Hofgeschichte konnte man durch die Ortschronik von Oberschneiding herausfinden. Im 13. Jahrhundert veräußerten die Schieringer ihr Eigentum und gingen als Ordensritter nach Ostpreußen. Der nachfolgende Besitzer vermachte den Hof nach seinem Tod durch eine Schenkung an den Reichsstift Niedermünster.

Bis ins 17. Jahrhundert blieb das Anwesen im Besitz der Kirche. Nicht bekannt ist, wie es darauf in den Besitz der Familie Perkmer (später Bergmeier) überging. Aufgrund des Nichtvorhandenseins eines Erben vermachte man den Hof 1861 an die Familie Krinner, eine nahe Verwandtschaft.

1870 erwarb der aus Aiterhofen stammende Landwirt Rupert Nahmer den damals noch zur Gemeinde Niederschneiding gehörenden Schierlhof. Zwei Jahre darauf heiratete dieser Anna Reiter aus Schambach. In der Folgezeit bekam das Ehepaar innerhalb von 17 Jahren 15 Kinder (sieben Jungen, acht Mädchen) von denen jedoch elf, darunter alle Buben, an Krankheiten noch im Kindesalter starben. 1907 verkaufte Rupert Nahmer den Schierlhof und zog mit seiner Frau und seinen drei noch unverheirateten Töchtern nach Straubing.

Nachdem sich der Hof bis 1910 im Besitz einer Firma befunden hatte, erwarb ihn schließlich Georg Müller aus Wirnsing. Im gleichen Jahr noch heirateten er und die Tochter des ehemaligen Besitzers Anna-Maria Nahmer. Das Paar bekam in der Folge fünf Kinder. Im Ersten Weltkrieg musste Georg Müller sein Leben lassen und ruht seitdem auf dem Soldatenfriedhof in Marseille in Südfrankreich. Kurz nach dem Krieg heiratete Anna-Maria Müller Josef Brunner aus Haberkofen, mit dem sie noch weitere sieben Kinder hatte.

Später übernahm Rupert Müller, der jüngste Sohn aus der Ehe mit Georg Müller, den Hof. Seine Frau Magarete geborene Krä aus Aiterhofen, gebar bis 1966 fünf Kinder. Der älteste Sohn, der ebenfalls Rupert Müller heißt, ist zugleich der heutige Hofbesitzer. 1983 starb Rupert Müller sen., der auch am Zweiten Weltkrieg teilnahm, an Krebs.

Mittlerweile hat sich der Schierlhof zu einem modernen Landwirtschaftsbetrieb entwickelt. Auf den Ackerflächen werden zur Zeit Weizen, Zuckerrüben, Kartoffeln und gelegentlich auch Mais angebaut. Die Viehzucht wurde schon lange eingestellt. Auf dem Grundstück befindet sich jedoch noch ein alter Kuhstall mit böhmischen Gewölben. Zusätzlich wurde der Hofkomplex im Laufe der Zeit um zwei große Lagerhallen erweitert, um die vielen modernen Landmaschinen unterzubringen.

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Richard Wagner (Kinderarzt)

Richard Wagner (* 30. Oktober 1887 in Wien; † 19. April 1974 in Cambridge (Massachusetts)) war ein österreichisch-amerikanischer Kinderarzt.

Richard Wagner, Sohn des Moritz Wagner und der Gisela geborene Ratzersdorfer, nahm nach der Matura neben einer Assistententätigkeit an der biologischen Versuchsanstalt Vivarium ein Studium der Medizin an der Universität Wien auf, das er 1912 mit dem Erwerb des akademischen Grad eines Dr. med. abschloss. In der Folge nahm Wagner seine erste berufliche Aufgabe als Aspirant an der I. Medizinischen Klinik Wien wahr, anschließend war er von 1912 bis 1913 am Physologisch-chemischen Institut in Straßburg unter Professor Franz Hofmeister, 1914 an der Kinderabteilung des Kaiser-Franz-Josef Spitals sowie am Pharmakologischen Institut in Wien eingesetzt, bevor er bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Kriegsdienst leistete.

In weiterer Folge war Wagner zunächst an der I. Medizinischen Klinik sowie am Pharmakologischen Institut in Wien tätig, bis er 1919 als außerordentlicher Assistent und Schüler Clemens von Pirquets an die Wiener Universitäts-Kinderklinik wechselte. Nachdem Wagner sich 1924 an der Wiener Universität für Kinderheilkunde habilitiert hatte, wurde er dort mit einer Professorentätigkeit betraut. Daneben hatte er Mitgliedschaften in der Gesellschaft der Ärzte in Wien, der Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde in Wien, der Biologischen Gesellschaft in Wien, der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde sowie der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte inne.

1938 wurde Richard Wagner, der jüdischen Glaubens war, die Venia Legendi aberkannt. Wagner emigrierte in die Vereinigten Staaten, wo er nach seiner Einbürgerung eine Professur für Kinderheilkunde an der Boston University erhielt. Richard Wagner verstarb am 19. April 1974 im Alter von 86 Jahren in Cambridge (Massachusetts). 1979 wurden seine sterblichen Überreste nach Wien überführt und auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.

Richard Wagner setzte einen wissenschaftlichen Schwerpunkt auf die Physiologie und Pathologie des Stoffwechsels sowie den Diabetes mellitus im Kindesalter.

Francisco Pavón

Francisco Pavón Barahona (* 9. Januar 1980 in Madrid) ist ein spanischer Fußballspieler auf der Position des Innenverteidigers.

Zu Beginn seiner Karriere wollte er stets Stürmer sein, da Marco van Basten sein damaliges Idol war. Als er allerdings Verteidiger wurde, nahm er sich Hierro, die lebende Legende der Madrilenen, als Vorbild. Pavon durchlief seit 1990 sämtliche Jugendmannschaften von Real Madrid, daher war es von jeher ein Traum von ihm für die Profis zu spielen.

Auf Grund von Verletzungen einiger Stammspieler der 1. Mannschaft gab er sein Debüt für die Profis am 6. Oktober 2001 unter dem damaligen Trainer Vicente del Bosque (2:0-Sieg gegen Athletic Bilbao). Er nutzte die Gelegenheit und wurde einige Monate später als fester Bestandteil in die 1. Mannschaft integriert.

Nach insgesamt sechs Jahren und 106 Ligaspielen für Real Madrid, wechselte Pavón im Sommer 2007 ablösefrei zu Real Saragossa. In seiner ersten Spielzeit kam er kaum zum Einsatz und stieg mit dem Klub am Saisonende in die Segunda División ab. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg spielte er mit Saragossa ein Jahr in der Primera División, ehe er zu AC Arles-Avignon in die französische Ligue 1 wechselte.

Dult

Als Dult bezeichnet man im südostdeutschen Sprachraum häufig einen Jahrmarkt mit Volksfestcharakter. Eine Dult kann anlässlich des Namenstages eines Heiligen oder an einem allgemeinen kirchlichen Feiertag stattfinden, wird aber weniger als ein Kirchweihfest mit dem religiösen Hintergrund in Zusammenhang gebracht.

Das Wort Dult gehört zum Wortschatz der bairischen Dialektgruppe und ist bereits im 8. Jahrhundert belegt, war aber im Mittelalter auch im Alemannischen bekannt. Ein verwandtes Wort dulþs gibt es im Gotischen, wo es so viel wie „ausgelassenes Fest“ bedeutet. Dieser Ausdruck geht möglicherweise auf ein urgermanisches Wort mit der Bedeutung ‚verharren‘ im Sinne von „ruhen, Feiertag haben“ zurück und kann so mit kirchlichen Feiertagen in Zusammenhang gebracht werden. Das Wort ist vermutlich im Zuge von Missionsbestrebungen in den süddeutschen Raum gelangt, in dessen östlicher Hälfte es bis heute überlebt hat.

Das Wort Dult bezieht sich von jeher auf ein jährlich stattfindendes Fest mit kirchlichem Anlass (althochdeutsch tuld „Fest(tag), Feier“, mittelhochdeutsch tult, dult „kirchliches Fest, Jahrmarkt“). Während eines Festes zu Ehren eines Heiligen wurden in der Regel um die ihm geweihte Kirche Stände aufgebaut, um Waren anzubieten. Infolge dieser Tradition entstand das Kirchweihfest an Namenstagen von Heiligen, und die Bedeutung von Dult verlagerte sich zunehmend auf ‚Jahrmarkt‘ mit Betonung des volksfesthaften Charakters.

Als bekannteste Dult gilt heute die Auer Dult, die dreimal jährlich jeweils für neun Tage auf dem Mariahilfplatz im Münchner Stadtviertel Au stattfindet. Die erste Dult, die sogenannte Maidult, beginnt am Samstag vor dem 1. Mai, die zweite, die Jakobidult, im Juli und die dritte Dult am Wochenende vor Kirchweih.

Daneben gibt es große, als Dult bezeichnete Jahrmärkte auch in Augsburg (1 km lang), Gern (Eggenfelden), Landshut, Passau, Altötting und Regensburg. Zu den Pfingsttagen finden sogenannte Pfingstdulten statt, etwa in Simbach am Inn, Amberg und in der Stadt Salzburg, wo die erste Dult aus dem Jahr 1331 belegt ist. Zusätzlich bezeichnete dort der Name Dult früher auch den heute alljährlich im September stattfindenden Rupertikirtag.

Die Passauer Dult, welche heute als zweimal im Jahr stattfindendes, in der Regel zehntägiges Volksfest abgehalten wird, führt dabei zwei Traditionen fort. Die im April/Mai stattfindende heute größere Maidult steht in der Tradition des erstmals 1666 urkundlich erwähnten »Krügerlmarkt zu St. Nikola«. Die heute im September stattfindende Herbstdult steht in der Tradition der 1164 durch Konrad I. gestatteten vierzehntägigen Jakobidult (zwischen Jakobi und dem Fest der Auffindung der Gebeinde des Hl. Stephanus), welche auch als das Kirchweihfest des Doms zu verstehen war.

Eine der ältesten bayerischen Dulten ist die Förnbacher Fraudult an Mariä Himmelfahrt, die 1402 erstmals erwähnt wurde. Die vorerst letzte Dult in Förnbach fand am 21. August 2011 statt.

Carl Gröpler

Carl Gröpler (* 22. Februar 1868 in Magdeburg; † 30. Januar 1946 ebenda) war preußischer Scharfrichter von 1906 bis 1937 und nahm Hinrichtungen in Preußen, Mecklenburg, Oldenburg, Braunschweig und den Hansestädten vor. Gröpler war einer der bekanntesten Scharfrichter Deutschlands.

Franz Friedrich Carl Gröpler kam als Kind des Eisenbahnarbeiters und Dienstmanns Heinrich Gröpler und seiner Ehefrau Auguste, geborene Anton, in Magdeburg zur Welt. Er wurde zunächst Musiker, war dann fünf Jahre Postarbeiter. Gröpler erlernte das Pferdemetzgerhandwerk und betrieb in Magdeburg seine Dampfwäscherei Aegir. Er wurde als breitschultrige, kräftige Gestalt mit rötlichem Schnurrbart und militärisch kurzem Haarschnitt beschrieben.

Gröpler war zunächst Hauptgehilfe des preußischen Scharfrichters Lorenz Schwietz. Als der preußische Scharfrichter Alwin Engelhardt 1906 fristlos entlassen wurde, übernahm Gröpler dessen Aufgaben. Neben seinem Nachfolger Ernst Reindel war Gröpler einer der letzten Scharfrichter in Deutschland, der Enthauptungen noch mit dem Handbeil durchführte. Je nach örtlicher Gegebenheit bediente er auch Fallschwertmaschinen. Einmal soll Gröpler vor einer Hinrichtung zu einem Justizwachtmeister gesagt haben: „Na ja, … Sie haben eine häßliche Nacht da in der Zelle hinter sich. Oder glauben Sie nicht an Gott? Ich – ja! Sonst könnte ich das hier nicht tun. Du sollst nicht töten – wer Blut vergießt, des Blut soll wieder vergossen werden – unsere Gesetze sind seine (Gottes) Gesetze – in diesem Wissen erfülle ich mein Amt.“ Der Justizwachtmeister hatte einen zum Tode Verurteilten in seiner letzten Nacht bewacht und mit diesem kurz vor dessen Enthauptung über Sinn und Zweck eines Geistlichen bei Hinrichtungen diskutiert. Von Theodor Lessing erhielt Gröpler, der 1925 Fritz Haarmann hingerichtet hatte, den Beinamen der rote Richter.

Im April 1924 unterzeichnete Gröpler einen Vertrag, der ihn de facto zum alleinigen Scharfrichter in Norddeutschland machte. Neben einem regelmäßigen Pauschalhonorar in Höhe von 136,- Goldmark im Monat erhielt er für jede Hinrichtung eine Pauschale von 60,- Goldmark für sich selbst und 50,- Goldmark für jeden seiner Gehilfen. Am Ende der Weimarer Republik hatte Gröpler nur noch wenige Hinrichtungsaufträge. Das änderte sich erst mit der zunehmenden Zahl von Hinrichtungen seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933. Gröpler erneuerte seinen Jahresvertrag mit einem Gehalt von 1.500,- Reichsmark pro Jahr und einer Pauschale von 50,- Reichsmark pro Hinrichtung. Dass Gröpler während der Hinrichtungen bei jeder einzelnen Zwischenmeldung den Hitlergruß entbot, brachte ihm Ermahnungen ein, solche Praktiken zu unterlassen.

Eine der letzten Exekutionen mit dem Handbeil waren die Hinrichtungen der Baronin Benita von Falkenhayn und ihrer Freundin Renate von Natzmer. Die beiden waren wegen Spionage vom Volksgerichtshof verurteilt worden und wurden von Gröpler am 18. Februar 1935 in Berlin-Plötzensee enthauptet.

Carl Gröpler wurden in seiner etwa 30-jährigen Dienstzeit mindestens 144 Hinrichtungen zugerechnet. 1937 wurde er in den Ruhestand versetzt. An seine Stelle trat sein Gehilfe, der Abdeckereibesitzer Ernst Reindel aus Gommern.

1945 wurde Carl Gröpler vom sowjetischen Militär an seinem Wohnort Magdeburg festgenommen. Die Festnahme beruhte vermutlich auf der Hinrichtung von vier Kommunisten, die er 1934 in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg vorgenommen hatte (vgl. zu dem Prozess, den Hinrichtungen sowie zu ihrer literarischen und filmischen Verarbeitung: Heinrich Jauch). Gröpler starb am 30. Januar 1946 in der Untersuchungshaft.

Gottfried Kohl

Gottfried Kohl (* 3. April 1921 in Freiberg; † 20. Januar 2012 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

Kohl war der Sohn eines Freiberger Holzbildhauermeisters. Er besuchte ab 1928 die Rochlitzerschule und im Anschluss das Gymnasium in seiner Heimatstadt. Danach nahm er in Dresden eine Holzbildhauerlehre auf und bildete sich zugleich durch Abendstudien an der Kunstakademie weiter. 1939 wurde Kohl Reichssieger in einem Holzbildhauerwettkampf und erhielt als Auszeichnung für 1939/1940 ein Stipendium für eine Ausbildung bei Cirillo Dell’Antonio an der Holzschnitzschule Bad Warmbrunn zur Vorbereitung eines Studiums an der Kunstakademie München. Nach der Ausbildung in Bad Warmbrunn erhielt er 1940 die Einberufung als Nachrichtentechniker zur Wehrmacht. Zunächst war er vor Rom stationiert, wo er die Gelegenheit zu praktischen Studien an der Villa Massimo nutzte. 1946 kehrte er aus französischer Kriegsgefangenschaft heim und musste erfahren, dass seine Mutter 1944 verstorben und sein Vater 1945 tödlich verunglückt war. 1947 legte er die Meisterprüfung ab: Als Meisterstück gestaltete er das Grabmal für seine Eltern und übernahm die väterliche Werkstatt, wobei er jedoch seinen Schwerpunkt in die künstlerische Arbeit in Stein und Bronze setzte und seinen Handwerksbetrieb als Holzbildhauer von einem Mitarbeiter weiterführen ließ. Bis 1956 wirkte Kohl in Berlin bei Hermann Henselmann als Leiter der Bildhauerwerkstatt am Wiederaufbau und der Umgestaltung im Stile des Sozialistischen Realismus. Er lebte und arbeitete seit 1956 wieder in Freiberg und war Mitglied der Künstlervereinigung „Kaue“.

1987 wurde ihm der Nationalpreis der DDR verliehen. Seit 2008 war Kohl Ehrenbürger der Stadt Freiberg.

Gerberbrunnen

Ball spielende Mädchen

Klatschweiberbrunnen

Keiler im Tierpark Freiberg

Bergmann am Obermarkt

Tanzende Kraniche – Tierpark Bad Liebenstein

Tanzende Kraniche – Tierpark Berlin (1972)

Raymond Cecil Moore

Raymond Cecil Moore (* 20. Februar 1892 in Roslyn, Washington; † 16. April 1974 in Lawrence, Kansas) war ein amerikanischer Geologe, Paläontologe und Stratigraph, der unter anderem aufgrund seiner maßgeblichen Beteiligung am Standardwerk für die Paläontologie, dem Treatise on Invertebrate Paleontology, bekannt wurde.

Moore wuchs als ältestes von vier Kindern des irischstämmigen Baptistenpredigers Bernard Harding Moore und seiner Frau Winifred Denney in den Wenatchee Mountains auf. Seine Ausbildung an der Denison University in Ohio schloss er 1912 mit dem Grad eines Bachelors ab, ging dann an die University of Chicago und erhielt 1916 einen Doktorgrad summa cum laude für seine Arbeit über das frühe Mississippium von Missouri. Als frischgebackener Doktor wurde er Assistenzprofessor der Geologie an der University of Kansas und gleichzeitig Staatsgeologe und Direktor des Staatlichen Geologischen Dienstes von Kansas, eine Stelle, die er bis 1954 innehatte. An der University of Kansas war er zwischen 1920 und 1954 dreimal Vorsitzender der geologischen Fakultät, er wurde 1962 emeritiert.

1943 meldete er sich im Alter von 51 Jahren zum aktiven Militärdienst im Zweiten Weltkrieg und diente als Berater von General Douglas MacArthur in Japan. Moore war zweimal verheiratet und hatte eine Tochter.

In der Zeit als Staatsgeologe begann Moore mit der feinstratigraphischen Aufnahme von Gesteinsschichten des Pennsylvaniums bis Perms, die sich in den mittleren Vereinigten Staaten über weite Strecken genau verfolgen ließen, und entwickelte Theorien über wiederkehrende (zyklische) Sedimentation, die Entwicklung von Sedimentationssequenzen (Sequenzstratigraphie) und die Bedeutung von Fossiliengemeinschaften für das Verständnis von stratigraphischen Abfolgen. Die Ergebnisse dieser Arbeiten flossen in die Veröffentlichungen im Rahmen der geologischen Landesaufnahme von Kansas ein, die 1937 herauskamen. Moore wurde bekannt für seine Fähigkeit zur Organisation, und brachte seine Kollegen beim Staatlichen Geologischen Dienst von Kansas dazu, verbindliche, für den ganzen Bundesstaat gültige Regeln zur Benennung stratigraphischer Einheiten zu verwenden. Sein Vorschlag zur stratigraphischen Unterteilung der Gesteine von Kansas hat heute noch Bestand.

Während der Arbeit mit stratigraphischen Fragen und der Beschäftigung mit der Fazies der Gesteine erkannte Morre die Bedeutung von Fossiliengemeinschaften für die Interpretation von Gesteinsabfolgen. Er selbst befasste sich unter anderem mit fossilen Korallen, Gastropoden und Bryozoen, insbesondere aber Crinoiden. 1952 gab er mit C.G. Lalicker und A.G. Fischer das heute noch benutzte Standardwerk Invertebrate Fossils heraus. Seit 1948 bereitete er die Herausgabe des ab 1953 erscheinenden Treatise on invertebrate paleontology, das seitdem bis heute in 50 Bänden erschienen ist und sich zum wichtigsten Verzeichnis auf dem Gebiet der Paläontologie der Wirbellosen entwickelt hat.

1952 wurde Moore in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1958 war er Präsident der Geological Society of America. 1968 wurde er mit der Wollaston-Medaille der Geological Society of London ausgezeichnet, und 1970 mit der Mary-Clark-Thompson-Medaille der National Academy of Sciences.

Weitere Auszeichnungen erhielt er von der Philadelphia Academy of Natural Sciences, der American Association of Petroleum Geologists (AAPG), der Paleontological Society, der Académie Royale de Belgique und der Society for Sedimentary Geology (SEPM). Nach Moore ist der Raymond C. Moore Memorial Grant der AAPG benannt und die Raymond C. Moore Medal for Paleontology der SEPM. 1965 wurde er Ehrenmitglied der Paläontologischen Gesellschaft.

Colegio de Biólogos del Perú

Colegio de Biólogos del Perú or College of Biologists of Peru is a professional association in Peru. This college accepts only graduates in biology that have opted to be licensed through a special inter-university procedure called Licenciatura. It was founded in 1972 and its creation was sanctioned by Law .

According to Peruvian law, in order to work as a professional biologist one must be registered and be a dues-paying active member of the Colegio de Biólogos del Perú. It is governed by a National Dean or President, who is elected every two years by general elections, presided over a National Council. The National Council is constituted by 18 Regional Councils. As of 2007 it had over 7,000 registered members nationwide; who must be active dues-paying members to exercise their right to vote. Regional Councils are headed by regional deans elected ( by popular vote in their respective circumscriptions) by biologists registered in those regions.

In 2006, Peruvian Congress passed Law 28847 that regulates the work of biologists and requires them to be duly registered in the Colegio de Biólogos del Perú in order to work for government, academia or the private world.

Past National Deans are Isabel Martos, Soledad Osorio, Sandro Chavez, Magdalena Pavlich, and Damisela Coz. The present National Dean is Ernesto Bustamante elected in April 2007 to serve the term 2007 – 2009.

Eccellenza Campania 2011-2012

Voce principale: Eccellenza 2011-2012.

Il campionato italiano di calcio di Eccellenza regionale 2011-2012 è stato il ventunesimo organizzato in Italia. Rappresenta il sesto livello del calcio italiano e il primo a livello regionale.

Come nelle edizioni precedenti, l’Eccellenza Campania fu divisa in due gironi da 16 squadre ciascuno: il girone A comprendeva le squadre della provincia di Napoli, Caserta e Benevento, mentre il girone B vide fronteggiarsi compagini napoletane, salernitane ed avellinesi.

Al termine della stagione 2010-2011 lasciarono il campionato le promosse CTL Campania, Internapoli Camaldoli, Sarnese 1926 e Serre Alburni (che in estate si fuse con il Gelbison) e le retrocesse Agropoli, Campagna, Rita Ercolano, San Vitaliano, Serino e Stasia. Dalla Serie D retrocedettero l’Atletico Nola e il Sant’Antonio Abate, ma quest’ultimo venne ripescato a completamento organici, mentre furono promosse dalla categoria inferiore Città di Pompei, Montecorvino Rovella, Savoia, Torrecuso, Virtus Carano e Vis San Nicola. A causa della differenza tra ammissioni e retrocessioni in Serie D e alla mancata iscrizione di Alba Sannio, Baratta 2009 e Gelbison si è dovuto ricorrere alle riammissioni. Sono state ammesse Due Principati, Massa Lubrense, Mirabella Eclano, San Giorgio 1926 e sono state ripescate Agropoli e Stasia.

Nel girone A i titoli sportivi del retrocesso Atletico Nola con sede a Nola, del Real Volturno di Alvignano e dello Striano della città omonima furono trasferiti rispettivamente a San Giorgio a Cremano, a Marcianise e a San Sebastiano al Vesuvio. L’Atletico Nola, pur mantenendo tale denominazione, divenne ufficiosamente noto come Atletico Vesuvio, il Real Volturno si fuse con la scuola calcio Vernal dando vita alla Progreditur Marcianise ed infine lo Striano cambiò ufficialmente denominazione in San Sebastiano. Nel girone B i titoli sportivi del Real Poseidon di San Valentino Torio, del Solofra della città omonima, dello Sporting Salerno di Salerno e del Vis San Giorgio di Castel San Giorgio furono trasferiti rispettivamente ad Angri, ad Atripalda, a Scafati ed a Cava de‘ Tirreni. Il Real Poseidon, il Solofra e lo Sporting Salerno, pur mantenendo tali denominazioni, divennero ufficiosamente note rispettivamente come Città di Angri 1980, Città di Atripalda e Sporting Scafati, mentre il Vis San Giorgio cambiò ufficialmente denominazione in Città de la Cava.

Al massimo campionato regionale campano partecipano 32 squadre divise in due gironi da 16 ciascuno. Le squadre si affrontano in gare di andata e ritorno, per un totale di 30 incontri per squadra. Sono assegnati tre punti per la vittoria, uno per il pareggio e zero per la sconfitta. Come nelle stagioni precedenti c’è l’obbligo di schierare in campo almeno tre giocatori „giovani“, nati nel 1992, 1993 e 1994 (uno per anno).

Al termine della stagione regolare la vincitrice di ciascun girone è ammessa alla Serie D. Sono previsti play-off in due turni, giocati in casa della meglio piazzata, che coinvolgono le squadre classificate dal secondo al quinto posto di ciascun girone; in caso di parità di punteggio dopo 120 minuti passa la squadra che gioca in casa. La vincitrice dei play-off di girone è ammessa alla fase nazionale dei play-off (altri due turni) per l’ammissione alla Serie D. Il turno di play-off tra seconda e quinta o tra terza e quarta non si disputa se la differenza in classifica tra le squadre è pari o superiore ai dieci punti. Inoltre, se la distanza tra la seconda e la terza è pari o superiore a dieci punti, i play-off di girone non vengono disputati e la seconda classificata è ammessa direttamente alla fase nazionale.

Per quanto riguarda le retrocessioni, l’ultima classificata di ciascun girone retrocede direttamente in Promozione. Sono inoltre disputati i play-out a turno unico, giocati in casa della meglio piazzata, tra dodicesima e quindicesima e tra tredicesima e quattordicesima di ciascun girone; le quattro perdenti retrocedono in Promozione ed in caso di parità di punteggio dopo 120 minuti retrocede la squadra che gioca fuori casa. Il turno di play-out non viene effettuato se la differenza tra le due contendenti è pari o superiore a dieci punti. Inoltre, se la distanza tra la dodicesima e la tredicesima è pari o superiore a dieci punti, i play-out di girone non vengono disputati e le classificate al quattordicesimo e quindicesimo posto sono retrocesse direttamente in Promozione.

Legenda:
      Promossa in Serie D 2012-2013.
      Retrocesse in Promozione 2012-2013.
      Non iscritta alla stagione successiva.

Note:
Tre punti a vittoria, uno a pareggio, zero a sconfitta.

Legenda:
      Promosse in Serie D 2012-2013.
      Retrocesse in Promozione 2012-2013.
      Non iscritta alla stagione successiva.

Note:
Tre punti a vittoria, uno a pareggio, zero a sconfitta.

Henri Jacques Goüin-Moisant

Henri-Jacques-Marie Goüin-Moisant (, Tours – , Tours), est un banquier et homme politique français. Il fut banquier-négociant, maire de Tours en 1795 et député royaliste d’Indre-et-Loire de 1815 à 1823.

Le père d’Henri Jacques Goüin-Moisant, Henry-Pierre Goüin (1732-1782), est banquier à Tours et y dirige la Banque Goüin. Le 23 mai 1757, son père épouse à Tours, Anne Marie Renée Leroux, fille de Jacques Leroux, propriétaire de La Plaine-Fondettes (près de Tours), et tante de Marie-Félix Faulcon de La Parisière.

Henri Jacques Goüin-Moisant est un homme d’affaires. Il dirige entre autres la maison Moisant et Gouin à Rouen et succède, conjointement avec son frère Alexandre-Pierre-François ((1760-1832), à son père comme directeur de la Banque Goüin frères de Tours. Il fait également du négoce avec l’outre-mer à partir de Morlaix. De plus, il est secrétaire-greffier du Point-d’Honneur au département de Langeais. Il est ami avec Armand Joseph Dubernad (son frère Auguste-Raymond a épousé une des filles de Dubernad), avec qui il fait des affaires et auquel il a permis d’acheter le château de La Bourdaisière.

Devenu officier municipal de Tours le 14 frimaire an II (5 octobre 1793), Goüin-Moisant est administrateur de l’Hospice des enfants naturels de la Patrie, mais surtout[réf. nécessaire] ce fils de banquier dirige la Commission qui saisit et vend les biens nationaux. Après le 9-Thermidor, Henri Jacques Goüin-Moisant devient maire de Tours le 19 germinal an III (10 octobre 1794). Il est soupçonné d’avoir de l’indulgence, voire de la sympathie, pour les royalistes par les Thermidoriens.

Nommé à nouveau maire de Tours, par arrêté du Premier Consul Bonaparte, le 2 mai 1800, il décline cet honneur et laisse le siège à Étienne-Marie Cassin de la Noue.

Il est président du tribunal de commerce de Tours.

Vice-président de la Chambre de commerce de Tours (présidant la Chambre de commerce de 1813 à 1816, il obtient la non augmentation des impôts), Goüin-Moisant est élu député royaliste par le département d’Indre-et-Loire en 1815. Tout le monde pense qu’il va siéger dans cette partie de la chambre où se réunissent les défenseurs des libertés constitutionnelles, les plus honorables appuis des manufactures, du commerce et de l’industrie française. Cette attente a été trompée. C’est au centre, puis au côté droit parmi les monarchistes, que Goüin-Moisant est allé s’assoir. Ses votes se sont ressentis des alliances qu’il semblait contracter avec l’ancienne noblesse, et ont toujours été comptés parmi ceux de la majorité de la Chambre introuvable. En 1815, il veut donner un gage de ses opinions, et en faire une profession de foi authentique, et prend une part active à la discussion du projet de loi sur les cris séditieux. Lors de la discussion sur ce projet de loi, il demande en effet « que les crimes désignés par l’art, fussent punis des travaux forcés pendant dix ans, et de la peine de mort, s’ils avoient des coopérateurs. Les coupables dévoient être punis comme parricides, s’il avoit eu commencement d’exécution. Les injures, outrages et calomnies contre les personnes de la famille royale dévoient être punis suivant la gradation suivante : cinq ans de travaux forcés, les travaux à perpétuité, la mort ».

Goüin-Moisant appuie le projet de loi relatif à la continuation du monopole du tabac jusqu’au 1er janvier 1816, et combat les amendements proposés par la commission. Il observe que prolonger seulement dix ans la durée du monopole, ne tendroit qu’à ramener dans un an une discussion qui, peut-être, n’est pas sans de graves inconvéniens dans le produit des ventes de la régie ; au lieu qu’en acquiesçant à la prolongation de cinq années demandée par le gouvernement, la situation financière de la France, en s’améliorant, pourra peut-être permettre de rendre en France la culture et le commerce du tabac extrêmement libres, en ne conservant qu’un droit de douane à l’entrée des feuilles du tabac exotique.

Il est l’un des 27 commissaires de la Chambre des députés et est nommé président du collège électoral d’Indre-et-Loire, en remplacement de Destouches, en 1817. Il remplit différentes fonctions dans son département. Après la session de 1819, où il a, comme par le passé, voté avec la majorité, le conseil général de ce département lui décerne des remerciements solennels, pour la part qu’il avait prise aux délibérations de la chambre.

Il décéda le , en cours de mandat.

Le 14 mai 1781, Henri Jacques Goüin-Moisant épouse Madeleine-Rose Moisant (1762-1832), d’une riche famille de Tours, fille de François Moisant, conseiller du Roi en l’Hôtel de ville de Tours, échevin de Tours et administrateur de l’Hôtel-Dieu de Tours, et se fit appeler Goüin-Moisant. Madeleine-Rose était la nièce de Michel Banchereau, maire de Tours, la sœur de Charles-François Moisant, propriétaire du château de Langeais et du manoir de La Perraudière, qui était le père de Pèdre Moisant, propriétaire du château de Poillé, qui reçut de sa Sainteté Pie IX, pour services éminents rendus à l’Église, le titre de comte, transmissible à ses neveux et à leur postérité. Ils eurent quatre enfants :